BEITRÄGE DER IHK-DARMSTADT

BEITRÄGE DER IHK-DARMSTADT

Im IHK-Report 1/2-18 veröffentlicht die staatlich legitimierte berufsständische Körperschaft des öffentlichen Rechts Ihre durch den Staat gesicherten (Zwangs-) Beitragseinnahmen 2016 sowie Ihre Beitragsplanungen für die Jahre 2017 und 2018.

13.167.300,00 EUR

an Beiträgen vereinnahmte die IHK Darmstadt für das Wirtschaftsjahr 2016. Für 2017 werden Beiträge i.H.v. 13,18 Mio. EUR und für 2018 12,4 Mio. EUR erwartet.

Wir als Steuerberatungsgesellschaft ärgern uns jedes Jahr erneut darüber, dass wir neben unsere ebenfalls zwangsverordneten Beiträge für die Steuerberaterkammer zusätzlich noch Beiträge an die IHK abführen müssen. Obwohl die IHK nicht unsere Interessen vertritt müssen wir trotzdem Beiträge entrichten, weil wir formell unsere Gesellschaft in Form einer GmbH betreiben.

Absurd wird es dann, wenn wir trotzdem auch Beitragszahler der IHK sind, wir einen Eintrag in dem von der IHK geführten Ausbilderportal verwehrt bekommen, in welchem wir als Ausbildungsbetrieb werben möchten. Begründet wird diese Ablehnung damit, dass für uns die Steuerberaterkammer zuständig wäre. Zusammenfassend heißt das, unsere Beiträge werden gerne angenommen, Leistungen hat aber einzig nur die Steuerberaterkammer zu erbringen.

 


 

STEUERBERECHNUNG FÜR DAS DARMSTÄDTER ECHO

SHARK-CITY: GEWINNERWARTUNG BEI 550.000 € GEWERBESTEUER?

Der Redakteur Wolfgang Görg vom Darmstädter Echo fragte bei mir letzte Woche an, mit welchem Gewinn man bei Shark-City rechnen müsste, damit in Pfungstadt eine Gewerbesteuer von 550.000 EUR entsteht. Viele Daten standen für diese Berechnung mir leider nicht zur Verfügung. Nur die zu erwartende Gewerbesteuer von 550.000 EUR und die Unternehmensform, eine „GmbH & Co KG“. Um eine in etwa zutreffende Berechnung erstellen zu können, ging ich davon aus, dass keinerlei steuerlichen Besonderheiten vorhanden sind. Die dargestellten Ergebnisse der nachfolgenden Tabellen könnten daher so sein aber müssen nicht zwingend so sein.

 

Nach der oben dargestellten Tabelle müsste mit rund 4 Millionen Euro Jahres-Gewinn vor Gewerbesteuer geplant worden sein, um mit einer Gewerbesteuer von 550.000 EUR rechnen zu müssen.

Dieses Ergebnis unterwarf ich einem Realitätscheck und ermittelte den Return on Investment (ROI), um die Ergebnisse daraufhin zu prüfen, ob die Investitionssumme zum Gewinn in einem marktüblichen Verhältnis steht. Der ROI beträgt 16,6% und liegt damit knapp über der Grenze, um dieses Engagement als ein Investment zu bezeichnen, welches in ein wachstumsstarkes und risikoreicheres Unternehmen investiert. Diese Verprobung steht damit nicht im Widerspruch zu den Angaben, dass man mit einer Gewerbesteuerbelastung von 550 tEUR rechnet.

Verprobung

Darüber hinaus hat es mich interessiert, inwieweit dieses Ergebnis mit den Präsentations-Angaben von Shark-City übereinstimmt. Die Shark-City-Präsentation ist unter http://www.pfungstadt.de/sites/default/files/fileattach/prasentation-shark-city-pfungstadt-30-05-17.pdf jedem zugänglich. Demnach könnte man mit folgenden Ergebnissen rechnen:

Auch diese Berechnungen sprechen nicht gegen die allgemeinen Angaben über die in Aussicht gestellte Gewerbesteuer. Je nach Fall-Lage rechnet man mit einem Gewinn von 2 bis 6 Millionen EUR nach Gewerbesteuer.

Alle Angaben daher ohne Gewähr.

Ich stehe gerne für eine Diskussion zur Verfügung.

 

Ihr Manuel Hufer

Manuel Hufer

Artikel vom Darmstädter Echo: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/kreis-darmstadt-dieburg/pfungstadt-verspricht-sich-vom-aquarium-shark-city-sprudelnde-geldquellen_18218150.htm#cxrecs_s

 

Shark-City-Präsentation: http://www.pfungstadt.de/sites/default/files/fileattach/prasentation-shark-city-pfungstadt-30-05-17.pdf


 

GESCHENKE

Mit dem BFH Urteil IV R 13/14 vom 30.03.2017 wurde entschieden, dass der Wert des Geschenks an Geschäftsfreunde INKL. übernommene Pauschalsteuer unter 35,00 € liegen muss. In dem nachfolgenden Text gehen wir davon aus, dass die pauschale Einkommensteuer für den Beschenkten übernommen wird.

Bevor dieses Urteil veröffentlicht wurde, musste die pauschale Einkommensteuer nicht zu dem Geschenkewert hinzugerechnet werden. Wenn das Geschenk (ohne pauschale Einkommensteuer) einen Wert von 35,00 € netto nicht überstiegen hatte konnte dieses steuerlich berücksichtigt werden. Des Weiteren konnte auch, falls Sie umsatzsteuerpflichtig sind, Vorsteuer geltend gemacht werden.

Mit der Veröffentlichung des BFH-Urteils hat sich dies nun geändert. Die pauschale Einkommensteuer ist dem Geschenkewert hinzuzurechnen. Wenn man von der Grenze vor der Veröffentlichung ausgegangen ist und ein Geschenk im Wert von 35,00 netto gekauft hat und die Besteuerung für den Beschenkten übernimmt ist dieses Geschenk nicht mehr abzugsfähig und schließt somit auch den Vorsteuerabzug aus, da die Grenze von 35,00 € netto überschritten wird.

Damit auch weiterhin Geschenke steuerlich geltend gemacht werden können, sollte nun eine neue Grenze im Hinterkopf behalten werden. Diese Grenze beläuft sich auf 24,97 € netto. Im Folgenden haben wir zwei Rechenbeispiele, in dem dies deutlich wird:

Geschenk 24,97 € netto + Pauschalsteuer (auf Brutto-Betrag) 10,03 € = 35,00 netto = abzugsfähig

Geschenk 35,00 € netto + Pauschalsteuer (auf Brutto-Betrag) 14,06 € = 49,06 netto = nicht abzugsfähig

Anhebung der Kleinbetragsgrenze für Rechnungen von 150 € auf 250 €

Am 12.05.2017 wurde rückwirkend zum 01.01.2017 die REgeleung über die Pflichtangaben einer Rechnung aus § 14 UStG und §§ 33 UStDV geändert. Im Rahmen des Bürokratieentlastungsgesetz II hob man die bislang für Kleinbetragssrechnung geltende 150 EUR-Brutto-Grenze auf 250 EUR an.

Manuel Hufer

 

 

Blitzlicht April 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

das aktuelle Blitzlicht Steuern Recht Wirtschaft für den Monat April 2017 ist da.

 

In dieser Ausgabe erhalten Sie Informationen zu den folgenden Themen:

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zu dem aktuellen Blitzlicht Steuern Recht Wirtschaft haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Manuel Hufer

Manuel Hufer

 

 

 

 

 


Als PDF-Dokument: Blitzlicht Steuern Recht Wirtschaft